Die Lions feiern 50. Geburtstag

Sie freuten sich über das neue Tastmodell im Rathaus und das Lionsjubiläum: Präsident Dr. Wolf-Dieter Hierl, OB Markus Pannermayr, Kunstbeauftragter Markus Eberl und Künstlerin Elena Koch (von links). Foto: Bäumel-Schachtner

Die Spendensummen für ambitionierte Sozialprojekte hängt der Verein nicht an die große Glocke. Der Ideenreichtum ist auch zum Jubiläum groß.

Von Melanie, Bäumel-Schachtner, MZ

50 Jahre und kein bisschen leise – das ist der Lions-Club Straubing. Das sind fünf Jahrzehnte voller Aktivitäten und soziales Engagement. Da hatten die „Löwen“ am Samstagabend im Rathaussaal wahrlich allen Grund zu feiern.

Mit einer Fülle von Fest- und Ehrengästen wurde das Jubiläum begangen. Und die Lions wären nicht die Lions, wenn sie nicht noch eine Besonderheit aus dem Ärmel gezaubert hätten: Sie überreichten der Stadt ein Tastmodell für Blinde und Sehbehinderte, das bereits im Rathaus aufgehängt wurde.

Hilfestellung in der Not

„50 Jahre – das sind mehr als zwei Löwenleben“, sagte Präsident Dr. Wolf-Dieter Hierl launig bei seinen einführenden Worten. Er stellte das Motto „We serve – wir dienen“ vor und berichtete von sozialen Projekten der Lions. Eine Vielzahl von Hilfestellungen, gerade auch für sozial benachteiligte Menschen, wurden geleistet. Die finanziell aufwendigste Aktion war die Finanzierung der Notrufsäulen an der B8 in den Jahren 1976 und 1977. Hier nannte Dr. Hierl die Hausmarke von 100.000 Mark. Ansonsten verlieren die Lions über die Summe, die sie spenden, keine Silbe. Sie wirken lieber im Stillen, als ihre Meriten an die große Glocke zu hängen. Die Anschaffung eines Kleinbusses zur Beförderung von Behinderten markierte den Startschuss für die Straubinger Werkstätten – finanziert durch ein Konzert von Udo Jürgens in Straubing. Ferner wurde die Renovierung der Kapelle auf dem Kalvarienberg übernommen, das Euro-Sehgeschädigten-Sportfest ausgerichtet und ein Beitrag zum Römerpark geleistet. Jüngstes Projekt ist die Anschubfinanzierung für die Gestaltung der Donaupromenade bei der Adler-Statue. Seit 30 Jahren betreuen die Lions-Damen ferner das Bürgerheim.

Die Lions hatten sich einen prominenten Festredner eingeladen: BLM-Präsident Siegfried Schneider (Bayerische Landeszentrale für neue Medien) berichtete über „Medien im digitalen Zeitalter“. In einem spannenden Vortrag nahm der ehemalige Kultusminister das Publikum mit auf eine Zeitreise vom schwarz-weißen bis zum digitalen Fernsehen. Er rief auf, die Chancen der neuen Medien zu nutzen – mit Köpfchen bei sozialen Medien wie Facebook, aber auch mit Aufgeschlossenheit.

Nicht nur Tasten, sondern Hören

Kunstbeauftragter Markus Eberl und Künstlerin Elena Koch stellten das geschenkte Tastmodell für Blinde und Sehbehinderte vor. „Mir war bei diesem Modell nicht nur das Tasten wichtig, sondern in erster Linie auch das Hören“, so die Kunststudentin.

An 22 markanten Punkten - Sehenswürdigkeiten der Stadt können Blinde, aber auch Sehende mittels Kopfhörer Interviews mit Historikern und Experten hören. Auch in der Innenstadt wurden bei den Sehenswürdigkeiten Tafeln mit QR-Codes aufgestellt. So können alle Interessierten mittels Smartphone direkt vor Ort die Interviews hören.

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Dr. Florian Herpich

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