Datenkrake Auto- was weiß mein Fahrzeug über mich?

Alexander Kreipl vom ADAC referierte bei den Straubinger Lions und Kiwanis

Die Digitalisierung in der Mobilität und Verkehrsinfrastruktur schreitet unaufhaltsam voran. Bei einem gemeinsamen Clubabend der Straubinger Lions und des Kiwanis Clubs im Saal des Gäubodenhofs  erfuhren die Mitglieder viel Überraschendes zum Thema digitale Vernetzung von Automobilen und bekamen einen Ausblick in die Zukunft des (teil) autonomen Fahrens...

Alexander Kreipl, verkehrs- und umweltpolitischer Sprecher des ADAC Südbayern e.V., referierte an diesem Abend zum Thema: „Mensch und Auto: digital, vernetzt, verloren?“.

Wenn wir in modernen Autos mit „connected services“ unterwegs sind, werden wir zum gläsernen Autofahrer. Viele wissen gar nicht, welche Daten wir über uns preisgeben. Fast jede Funktion im Fahrzeug wird aufgezeichnet und oft auch schon in Echtzeit an den Hersteller übermittelt.

Aus einer umfangreichen Untersuchung des ADAC führte Alexander Kreipl Beispiele an. Wie oft kommt es zur Straffung des Gurtes bei Vollbremsung oder wie oft wird der elektrisch bedienbare Fahrersitz verstellt?  All diese Aufzeichnungen geben  dem Hersteller und Leasinggeber Informationen über Fahrstil und Nutzerverhalten. Auch Versicherer hätten Interesse an den Daten und Bewegungsprofilen.

Auch Elektroautos sind davon nicht ausgenommen und die Hersteller registrieren das Ladeverhalten der Fahrer, ein Hersteller unterbindet sogar den Ladevorgang, falls die Leasingrate für die Batterie nicht bezahlt wurde.

Viele Fahrzeuge mit Keyless-Go Systemen sind  mit einfachen Gerätschaften  entriegelt und gestohlen worden, wie Herr Kreipl in einer Video aus einer Überwachungskamera demonstrierte.

Er spricht über die vielen Sicherheitslücken, schärft das Bewusstsein und schildert, was der ADAC als Mobilitätsdienstleister und Verbraucherschützer schon jetzt für die Autofahrer tut – und in Zukunft tun muss. Fazit: Die digitale Welt wird sich im Auto nicht ausbremsen lassen. Sie bringt auch viele, noch ungeahnte Vorteile. Aber - es braucht klare Spielregeln, strengere Regeln. Digital ja, aber nur auf Nummer sicher!

Viele Datenerfassungen machen durchaus Sinn, der ADAC fordert genauso wie freie Werkstätten den fairen Zugang zu Daten bei Servicearbeiten.
Zudem ging der Herr Kreipl auch auf das Thema autonomes Fahren ein. Er zeigte die Funktionen von Fahrassistenzsystemen auf, wie diese den Fahrzeuglenker immer mehr entlasten und sich zunehmend  weiter zum autonomen Fahren entwickeln. Insbesondere bei dem Übergang vom teilautonomen Fahren bis hin zum hochautomatisierten Auto sind noch viele Fragen in puncto Daten-sicherheit, Fahrerverantwortung und Haftung zu lösen.

Die ca. 50 anwesenden Mitglieder des Lions und Kiwanis Clubs berichteten bei der anschließenden Diskussion von ihren eigene Erfahrungen und fanden in dem Fachmann vom ADAC eine Antwort auf viele aufkommende Fragen.

 

Foto: Der Referent Alexander Kreipl (Verkehrs- und umweltpolitischer Sprecher des ADAC Südbayern e.V.)  mit den beiden Präsidenten der Straubinger Clubs, Christian Dummer (Kiwanis, links) und Dr. Florian Herpich( Lions, rechts)

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